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Schule auf russisch – zu Besuch in Kaliningrad

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Lesen Sie hier die Berichte über die einzelnen Tage der Reise – aus der Feder der teilnehmenden Schülerinnen:

 

Freitag, 08.09.2017

Der Anreisetag: Wir flogen von Hamburg über Warschau nach Kaliningrad, wo wir abends an der Schule von unseren Gastgeberinnen und Gastgebern herzlich willkommen geheißen wurden.

Samstag, 09.09.2017

Am Samstag haben wir uns um 10:30 Uhr in der Schule getroffen. Zusammen mit den Betzdorfern (einer anderen deutschen Schulklasse, die auch gerade zu Besuch war) sind wir dann mit einem Bus durch Kaliningrad gefahren, wo wir zunächst einen kurzen Halt in einem kleinen “Vergnügungspark” gemacht haben. Anschließend ging es zu Immanuel Kants altem Grabmal, wo wir uns ein Referat über den bedeutenden Philosophen angehört haben. Dann ging es weiter zum Dom. Danach sind wir an einem Hafen gewesen, wo wir einen kleinen Spaziergang gemacht haben. Mittagessen gab es in einem kleinen Restaurant, wo es sehr preiswert (pro Person 200 Rubel = 3 Euro) und dennoch sehr lecker war. Es gab ein typisch russisches 3-Gänge-Menü. Nach dem Essen wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und haben Zeit zur freien Verfügung gehabt. (Michelle H.)

Sonntag, 10.09.2017

An diesem Tag fuhren wir mit dem Bus zur Kurischen Nehrung. Dort erkundeten wir die Dünenlandschaft, die dortige Vegetation und eine Vogelforschungsstation und machten einen Abstecher ins Nachbarland Litauen, wo wir kurz hinter der Grenze zu Mittag aßen und das ehemalige Ferienhaus des deutschen Dichters Thomas Mann sowie einen historisch interessanten Friedhof besuchten. (Sebastian S.)

Montag, 11.09.2017

Wir haben uns morgens um 10:20 Uhr im Lyzeum getroffen und wurden von Lev, einem dortigen Lehrer, der den Austausch organisiert, mit der Internats-Schule und ihrer Geschichte vertraut gemacht. Diese Schule ist vor 60 Jahren am 06. April gegründet worden, was im Vergleich zu anderen Schulen in Russland nicht sehr alt ist. Außerdem hat das Lyzeum vier Bereiche: Mathematik, Naturwissenschaften, Sprachen und Gesellschaft. Wir haben erfahren, dass es an der Schule vier Computerräume gibt und dass die Sporthalle im ersten Stock ist. Von den ca. 642 Schüler/innen bekommen die besten 10 ein Stipendium und hängen an einer Tafel aus, wie auch die Ergebnisse von anderen Schülern. In der Mensa gibt es fünf Mal Essen pro Tag, das Frühstück, 2. Frühstück, Mittagessen, 3. Frühstück und Abendessen, da der Unterricht sehr anstrengend ist. Die Schüler haben am Samstag Schule und bekommen jeden Tag sehr viele Hausaufgaben auf, und trotzdem machen sie am Nachmittag noch Sport in der Schule, zum Beispiel Tennis oder Basketball.
Danach habe ich den Unterricht am Lyzeum für zwei Stunden besucht. Zuerst hatte ich eine Stunde Deutsch, in der wir mit den russischen Schülern zusammen eine Gruppenarbeit zum Thema „Stress und Entspannung“ erarbeitet haben. In der darauffolgenden Stunde hatte ich Physik, wobei ich leider kaum etwas verstehen konnte da der Unterricht (wie zu erwarten) auf russisch war.
Nach dem Pflichtprogramm sind wir alle zusammen in die Stadt gegangen und haben in der Nacht bei Michelles und Anna Lenas Gastfamilie geschlafen. (Nina L.)

Dienstag, 12.09.2017

Wie jeden Morgen füllte der Berufsverkehr die Straßen. Auf dem Weg zur Schule brauchte unser Taxi eine Ewigkeit und obwohl wir versuchten, den Stau zu umfahren, kamen wir zur spät. Im Lyzeum angekommen erwarteten uns Frau Goltz und Herr Salie. Sie gaben heute zur Abwechslung einmal den Deutschunterricht für die russischen Schüler. Thema der Doppelstunde waren Anglizismen. Der Unterricht war aktiv, entspannt und nachvollziehbar gestaltet. Im Gegensatz dazu stand der darauffolgende Literaturunterricht. Die Lehrerin war sehr streng, leistungsorientiert und achtete sehr auf Disziplin. Sie hat viele Vorträge gehalten, welche die Schueler eigenständig in Mitschriften festhalten sollten. Hungrig vom anstrengenden Schulalltag ging es zum Mittagessen in die Schulkantine. Für den Nachmittag standen verschiedene Exkursionen auf dem Plan. Zuerst ging es mit dem Bus zur Bernsteinmanufaktur nach Palmnicken . Dort haben wir uns umgeschaut und anschließend die Möglichkeit bekommen günstig Souveniers zu kaufen. Danach haben wir ein Holocaust- Denkmal unweit der Küste besucht. Dieses ist vor allem dem Opfern, die im Meer ertrunken sind, gewidmet. Bevor wir zur letzten Exkursion zum Soldatenfriedhof aufbrachen, machten wir noch einen kurzen Abstecher an den Strand. Einige haben dort sogar etwas Bernstein gefunden.Geschafft von diesem langen Tag ging es zum Schluss wieder nach Kaliningrad zurück. Dort haben wir den Rest des Abends in unseren Gastfamilien verbracht. (Anna-Lena B.)

Mittwoch, 13.09.2017

Heute waren wir mal nicht in die Schule, sondern sind nach Uschakowo in das Zentrum der Entwicklung von begabten Kindern und Jugendlichen gefahren. Dieses befand sich auf einem sehr großen Gelände und besaß viele einzelne Gebäude, in welchen Unterricht, Freizeitgestaltung oder sonstiges stattfindet. Das Zentrum bietet wochenweise verschiedene Richtungen an, wie z.B. Mathe, Sprachen und Naturwissenschaften. In dieser Woche standen Sprachen im Mittelpunkt: Deutsch und Englisch. Besuchen konnten dieses Zentrum und damit den Unterricht die Kinder, die von ihrer Schule als besonders begabt ausgewählt wurden. Nachdem wir empfangen und in einen Englisch-Unterricht eingeteilt worden waren, besuchten wir diesen für etwa eine knappe Stunde. Dann trafen wir uns draußen und spielten in Gruppen ein paar kleine Spiele. Und schon ging es in den nächsten Unterricht, auch hier besuchten wir eine Englisch-Stunde. Die Klassenräume waren kleiner als am Lyzeum und somit auch die Anzahl der Schüler und Schülerinnen geringer. Nach der Beendigung des Unterrichts gingen wir in der Mensa essen. Danach fuhren wir schon wieder zurück nach Kaliningrad, wo unsere Schülerinnen uns abholten und wir mit ihnen gemeinsam noch etwas freie Zeit genossen. Wir sind mal wieder ins Shopping Center gefahren, um dort noch ein paar Kleinigkeiten für Deutschland zu kaufen. Einige von uns sind dann am Abend noch in die Schule gefahren, um dort noch bei einer Musical-AG zuzuschauen. Andere sind mit ihren Partnerschülerinnen zu deren Privat-Lehrern gegangen, was hier weit verbreitet ist. Den restlichen Abend haben wir noch mit unseren Gastfamilien verbracht. (Emi B.)

Donnerstag, 14.09.2017

Am Donnerstagmorgen haben wir uns, wie die vorherigen Tage, um 08:30 Uhr vor der Schule getroffen. Auch dieses Mal kamen einige aufgrund des Verkehrs mit Verspätung. Wir hatten die Wahl zwischen zwei Optionen: Entweder würden wir wieder im Unterricht hospitieren und für unser Projekt Berichte schreiben oder an einen schönen Ort direkt am Meer fahren. Natürlich entschieden wir uns für letzteres und so fuhren wir in den Ort Crantz. Zuerst haben wir die Straßenbahn zum Bahnhof genommen, haben uns dort die Tickets geholt und hatten noch eine Stunde Aufenthalt. So gegen 11:00 Uhr kam dann der Zug und knappe 40 Minuten später sind wir angekommen. Freizeit hatten wir ungefähr für zwei Stunden. Dort sind wir etwas spazieren gegangen, waren beim Bäcker und haben die restliche Zeit am Meer verbracht. Zurück haben wir den Zug um 14:13 Uhr genommen. Um kurz vor drei waren wir dann wieder in Kaliningrad. Dort sind wir dann wieder mit der Straßenbahn, nachdem wir sie zuvor verpasst hatten, zurück zur Schule gefahren. Um ungefähr 16:00 Uhr sind wir dann mit dem Bus in ein kleines Land-Gasthaus gefahren, um dort zu essen und den Abschluss-Abend zusammen zu verbringen. Der Abend war sehr schön.

 

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